Welche Fitness und Sport Möglichkeiten gibt es für Menschen mit Behinderung?

Mann mit einer Beinprothese am linken Bein läuft auf einem Laufband

Die Vorteile sportlicher Betätigung

Die Vorteile von Sport sind inzwischen weithin bekannt. Sport hilft in vielerlei Hinsicht:

Sei es körperlich, indem man durch regelmäßige, angemessene sportliche Betätigung Muskeln aufgebaut. Dadurch werden automatisch auch die Knochen verstärkt und der Körper stabilisiert sich. Man ist nicht mehr so anfällig gegenüber Verletzungen. Zusätzlich arbeiten die Organe besser, wenn man sich regelmäßig bewegt. Am meisten profitieren das Herz und die Leber von der Bewegung; durch die angemessene Belastung bleiben sie lange leistungsfähig. Zusätzlich verhindert man durch Bewegung viele weit verbreitete Volkskrankheiten wie etwa Diabetes, Arthritis, Bluthochdruck und sogar Krebs.

Sport hilft uns nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit zu bleiben. Durch die Bewegung wird die Durchblutung angeregt und das Gehirn wird mit viel Sauerstoff versorgt. Das verbessert nicht nur die Konzentration, die Kreativität und das geistigen Leistungsvermögen, sondern beugt auch Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer vor. Aber auch psychische Leiden wie etwa Depressionen kann man vorbeugen, da die sportliche Betätigung das Selbstbewusstsein steigern kann.

Zusätzlich hilft uns Sport, vor allem Vereinssport dabei, uns sozial zu integrieren. Mannschaftssport vermittelt ein Gefühl der Geselligkeit und der Zugehörigkeit. Man kommt mit anderen Menschen in Kontakt, entwickelt beim Mannschaftssport ein Wir-Gefühl und kann Freundschaften knüpfen. Da der Mensch evolutionsbedingt eher sozial eingestellt ist, ist dieser Aspekt nicht zu vernachlässigen. Sozialer Kontakt trägt maßgeblich zu unserem individuellen Wohlbefinden bei.

Übersicht einiger Sportvereine und Sportmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung:

      Sport für Menschen mit körperlicher Einschränkung

      Trainer bring Athlet im Rollstuhl den Tennisaufschlag bei


      Doch was ist mit den Leuten, die körperlich eingeschränkt sind? Sei es von Geburt an oder diejenigen, die durch einen Unfall oder eine Krankheit permanent oder zumindest zeitweise eingeschränkt sind. Müssen sie auf sportliche Betätigung verzichten? Die Antwort lautet ganz klar NEIN!

      Nicht nur in der Rehabilitation machen behinderte Leute Sport. Die Möglichkeit für körperlich eingeschränkte Menschen Sport zu treiben ist mittlerweile sehr groß. Ob nun Fitnesstraining, Hobby- und Freizeitsport oder doch kompetitiver Leistungssport, hier sind keine Grenzen gesetzt. Fast jede Sportart ist auch für eine körperlich eingeschränkte Person zugänglich, denn die Regeln und Umstände wurden so angepasst, dass sie uneingeschränkt am Sport teilnehmen können, ohne dass sich das grundlegende Prinzip verändert. Behindertengerechter Sport gehört deshalb in einem Großteil der Städte zum alltäglichen Angebot.

      Fitness für Menschen mit körperlicher Behinderung

      Das Ganze fängt beim Gang zum Fitnessstudio an. Es braucht dafür auch nicht sonderlich viel Kreativität. Man kann viele verschiedenen Formen des Workouts ganz einfach so umgestalten, dass körperlich eingeschränkte Menschen ihnen ohne große Probleme nachgehen können. So kann man zum Beispiel die meisten Kraftübungen auch im Rollstuhl machen. Außerdem bieten manche Fitnessstudios Rollstuhlfitness-Kurse an. Auch mit Stretch-Bändern kann man ganz einfach ortsunabhängig und ohne viel Aufwand sein Workout selbst gestalten.

      Aber nicht nur das Fitnessstudio eröffnet eingeschränkten Menschen eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich aktiv sportlich zu betätigen und ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun; in Sachen Vereins- und Leistungssport gibt es ebenfalls eine riesige Auswahl an Sportarten und Variationen, wo jeder etwas finden kann, was zu ihm passt.

      Sport für Leute mit geistiger Behinderung

      Dasselbe trifft selbstverständlich auch auf den Sport für geistig Behinderte zu. Auch sie haben viele verschiedene Möglichkeiten, sich aktiv sportlich zu betätigen. Sie profitieren ebenso wie andere von den Auswirkungen auf die körperliche, geistige und soziale Gesundheit. Die regelmäßige Bewegung, die neuen sozialen Kontakte und ein wenig Abwechslung vom Alltag tun jedem gut. Auch für Menschen mit geistiger Behinderung sind einige Sportarten aufgeführt. In der Deutschland Karte befinden sich ebenfalls einige Sportvereine und Sportmöglichkeiten für Menschen mit geistiger Behinderung.

      Welche Sportarten und Variationen gibt es?

      Die Paralympics sollten den meisten ein Begriff sein. Sie sind das Äquivalent zu den olympischen Spielen, nur für Leute mit Behinderung. Hier messen sich Hochleistungssportler mit derselben oder ähnlichen Einschränkung untereinander. Doch nicht jeder muss gleich in den Leistungssport gehen, wenn er sich sportlich betätigen möchte. Es gibt viele Anbieter, die die verschiedensten Sportarten behindertengerecht anbieten, hier ist für jeden etwas dabei.

      Es gibt viele verschiedene Variationen der Sportarten, sodass die meisten Menschen mit körperlichen Einschränkungen das finden sollten, was sie suchen. Gleichzeitig sollte aber beachtet werden, dass obwohl es Variationen für die meisten Einschränkungen in fast allen Sportarten gibt, nicht jede Sportart tatsächlich für jedes Handicap zugänglich ist. Durch immer neue und angepasste Hilfsmittel wie etwa spezielle Rollstühle, Handbikes oder Carbonprothesen verschwinden diese Unzugänglichkeiten jedoch immer weiter.

      Doch welche Sportarten gibt es denn jetzt konkret?

      Die Liste der behindertengerechten Sportarten ist lang, jeder sollte hier etwas finden, dass seinen Interessen und seinen Stärken, aber auch seiner Situation angemessen ist.


      Hier findest du einige Sportarten mit einer kleinen Übersicht:

      Badminton wird ohne große Regelabwandlung in verschieden Klassifizierungen gespielt, die sich nach Art der Behinderung richten.

      • WH1 bzw. WH2 ist die Klassifizierung für Rollstuhlfahrer
      • SL3 bzw. SL4 umfasst alle Menschen mit Behinderungen unterhalb der Hüfte
      • SU5 ist für Spieler mit Armbehinderungen
      • SS6 richtet sich an Kleinwüchsige

      Eine interessante Form stellt das Integra-Badminton dar; hier spielen ein Rollstuhlfahrer und ein „Fußgänger“ zusammen in einem Doppel.

      Im Bereich Baseball gibt es zwei relativ bekannte Spielweisen, die sich auf das Spielen für Blinde spezialisiert haben. System AIBXC und Beep Baseball. Beide verfolgen das grundlegende Prinzip des Baseballs, machen aber jeweils unterschiedliche Abänderungen in verschiedenen Bereichen. Die wohl auffälligste Gemeinsamkeit ist, dass der Ball in beiden Fällen Geräusche von sich gibt, damit die Spieler ihn orten können. Generell wird sehr viel mit Geräuschen und dem Gehör der Spieler gearbeitet.

      Über Rollstuhlbasketball sollte jeder schon einmal gestolpert sein, der sich ein wenig mit behindertengerechten Sport auseinandergesetzt hat. Die Regeln sind größtenteils dieselben, wie beim regulären Basketball.

      Die Klassifizierung richtet sich nach den für den Sport relevanten Muskeln. Man wird nach einem Punktesystem bewertet, das in 0,5 Schritten von 1,0 bis 4,5 geht. 1,0 ist dabei eine schwere Einschränkung, während 4,5 nur eine kleine Behinderung darstellt. Die Summe der Klassifizierungspunkte darf bei fünf Spielern im Team 14,5 Punkte nicht übersteigen.

      Für das Ausüben dieser Sportart ist ein speziell dafür angefertigter Rollstuhl nötig. Dieser ist in erster Linie robuster und bietet auch sonst mehr Vorteile als ein normaler Rollstuhl.

      Jeder hat wahrscheinlich schon einmal von Blasrohren gehört, und verbindet das Bild mit im Dschungel lebenden Urvölkern. Doch auch in unserer modernen Zivilisation haben eingeschränkte, sowie nichteingeschränkte Interessierte die Möglichkeit, diesem doch eher exotischen Sport nachzugehen.

      Obwohl das Schießen mit Blasrohen nicht unbedingt als körperlich anspruchsvoller Sport tituliert werden kann, hat er dennoch viele positive Auswirkungen. Zum Beispiel wird die Konzentration gefördert. Auch der Gleichgewichtssinn und eine richtige Körperhaltung werden gestärkt. Die größte Auswirkung wird der Sport jedoch auf den Atem haben. Bewusstes Atmen und das richtige Benutzen der Atemmuskulatur zählen ebenfalls zu den positiven Aspekten des Blasrohrschießens.

      Das Spiel ist weniger bekannt als Fußball oder Tennis, das Prinzip dahinter ist aber genauso simpel wie spaßig. Zunächst wird eine weiße Kugel, der sogenannte Jackball ins Spiel gebracht. Abwechselnd versuchen nun die Teams mit roten und blauen Bällen möglichst nah an den Jackball zu gelangen. Das Team mit dem geringsten Abstand gewinnt. Erlaubt ist, den Ball mit Händen, Füßen oder einem speziellen Hilfsmittel ins Spiel zu bringen.

      Mitmachen kann jeder, der im Rollstuhl sitzt, eine spezielle Klassifizierung nach dem Grad der Behinderung gibt es nicht.

      Das Bogenschießen kann von Behinderten sowie nichtbehinderten ohne Regelabwandlungen praktiziert werden. Sie können sich auch gleichermaßen im Wettkampf gegeneinander messen. Je nach Grad der Behinderung sind jedoch kleine Anpassungen am Bogen oder etwa ein spezieller Fingerschutz zulässig.

      Der Bogensport ist bei seiner Ausführung sehr flexibel. Man kann ihn in einer Halle oder im Freien praktizieren, allein mit Aufsicht oder mit Freunden in einer Gruppe.

      Die Schützen werden in folgende Klassifizierungen unterteilt:

      • ARW1: Schützen mit eingeschränkter Bewegungsmöglichkeit der Arme und Beine
      • ARW2: Schützen mit eingeschränkter Bewegungsmöglichkeit der Beine
      • ARST: Schützen mit eingeschränkter Bewegungsmöglichkeit der Beine, die jedoch stehen können. Sie dürfen sich aussuchen, ob sie im Sitzen oder im Stehen schießen.

      Das Prinzip des Curlings sollte eigentlich relativ klar sein. Ziel ist es, acht Steine näher am Mittelpunkt eines Kreises zu platzieren, als der Gegner. Darüber hinaus hat sich bei der Variante für Rollstuhlfahrer nicht viel geändert. Als optionales Hilfsmittel steht den Spielern eine Stange zur Verfügung, die als Armverlängerung dient. Außerdem ist das Wischen, wie man es vom Curling kennt, hier nicht erlaubt.

      Es ist schon relativ weit verbreitet, dass Dartvereine Rollstuhlfahrer aufnehmen. Diese können dann auch problemlos mitspielen, sind jedoch manchmal auf Hilfe angewiesen, da die Dartscheiben bei einer Höhe von 1.73 m doch sehr hoch hängen.

      Alternativ dazu gibt es die Möglichkeit, die Scheibe in einer Höhe von 1.37 aufzuhängen. Diese Option kommt aus Australien und soll Rollstuhlfahrern das Spielen ermöglichen, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

      Das Para-Eishockey zeichnet sich, wie normales Eishockey auch, durch Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit und Geschwindigkeit aus. Anders als bei den meisten Sportarten gibt es hier keine Unterteilung der Spieler in verschiedene Gruppen. Es können alle Personen mitmachen, die aufgrund einer Einschränkung der Beine nicht am „normalen“ Hockey teilnehmen können. Diese Einschränkungen reichen von Amputation über eine Lähmung oder Versteifung bis hin zu unterschiedlich langen Beinen.

      Die Regeln entsprechen weitestgehend dem Original. Als Hilfsmittel bekommt jeder Spieler einen individuell angepassten Schlitten. Gespielt wird mit zwei verkürzten Schlägern, an deren Ende Spikes befestigt sind, so dienen sie gleichzeitig der Fortbewegung.

      Fechten hört sich zunächst einmal etwas komisch an, da im Original die Beinarbeit eine große Rolle spielt, doch auch diese Sportart wird durch gewisse Hilfsmittel sowie kleine Regeländerungen behindertengerecht gestaltet. Die Rollstuhlfahrer werden in ein auf dem Boden liegendes Gestell gespannt, sodass sie sich gegenübersitzen. Der Abstand wird je nach Körpergröße und Waffe individuell eingestellt. Auch kleinere Änderungen im Regelwerk wurden vorgenommen; so sind Treffer auf die Beine oder den Rollstuhl selbstverständlich ungültig.

      Die Einteilung der Personen erfolgt in drei Gruppen, je nach Art und Schweregrad der Behinderung:

      1. Sportler mit geringer Einschränkung
      2. Sportler, die in der Rumpfmuskulatur oder im Waffenarm eingeschränkt sind
      3. Sportler, die starke Einschränkungen in der Rumpfmuskulatur oder dem Waffenarm ausweisen

      Entsprechende Ausrüstung wird in aller Regel vorerst von den Vereinen gestellt. Auch kann man zunächst in einem normalen Rollstuhl fechten, bevor man sich entscheidet, sich eigene Ausrüstung zuzulegen.

      Ob mit einem speziellen Gleiter oder mit dem Fallschirm, ob als Hobby oder als einmaliges Erlebnis. Dem Fliegen steht fast nichts im Weg, da es für fast alle Behinderungen zugänglich ist. Es muss lediglich ein sicherer Flug gewährleistet sein.

      Falls du kein Problem mit Höhen hast und auf der Suche nach Abenteuer bist, lohnt es sich sicherlich, dich darüber zu informieren, wo in deiner Nähe Angebote zu finden sind.

      Fußball ist wohl die beliebteste und bekannteste Sportart der Welt. Da ist es wenig verwunderlich, dass es auch hierfür zahlreiche Adaptionen für verschiedenste Einschränkungen gibt.

      Da gibt es zum Beispiel das Blindenfußball. Hier spielen jeweils fünf Blinde, oder zumindest Sehbehinderte pro Mannschaft. Um Vorteile von Restsehstärke zu negieren, tragen alle Spieler eine Augenbinde, außer die Torhüter. Die sogenannten Guides dirigieren die Spieler durch zurufe über das Spielfeld. Auch der Ball gibt Geräusche von sich, damit die Spieler wissen, wo sich dieser grade befindet.

      Das Amputierten-Fußball ist noch eine Abwandlung des Mannschaftssports. Hier spielen Spieler/innen, denen ein Arm oder ein Bein fehlt ungeachtet des Geschlechts zusammen in einer Mannschaft. Auch hier wurden die Regeln angepasst. So wird zum Beispiel ohne Prothesen an den Krücken gespielt.

      Eine Variante für Schwerhörige bzw. Gehörlose gibt es ebenfalls, diese unterscheidet sich im Spielprinzip jedoch gar nicht vom Original. Diese Art der Einschränkung erfordert lediglich einige wenige Änderungen in der Art der Kommunikation.

      Ähnlich wie beim Bankdrücken liegen die Sportler mit dem Rücken auf der Drückbank. An einer Langhantel wird nun möglichst viel Gewicht gestemmt.

      Unterteilt wird in zehn Gewichtsklassen und nach Männern und Frauen. Der Grad der Behinderung spielt dabei keine Rolle. Deshalb können sich behinderte und nichtbehinderte miteinander messen.

      Diese Sportart ist primär für Blinde und Sehbehindere ausgelegt. Es gilt, einen mit Schellen gefüllten Ball ins gegnerische Tor zu rollen. Die Tore sind mit 1,30 m relativ flach, nehmen jedoch die ganze Breite des Feldes ein. Es ist dabei allen Spielern erlaubt, das eigene Tor zu verteidigen. Während des Spieles befinden sich die Spieler in der Hocke, oder sitzen auf dem Spielfeld. Gespielt werden zweimal 12 Minuten.

      Diese Sportart eignet sich aufgrund der Koordinierung der Bewegungsabläufe und dem psychischen Anspruch hervorragend als Therapiemaßnahme. Das heißt aber nicht, dass es für andere Menschen nicht auch ein spaßiges Hobby sein kann. Die Regeln des „normalen“ Golfes bleiben dabei unverändert.

      Es wird wie folgt klassifiziert:

      • Armbehinderung
      • Beinbehinderung
      • Gehörlose
      • Geistige Behinderung
      • Rollstuhlfahrer
      • Sehbehinderung

      Entsprechend der Bedürfnisse der jeweiligen Behinderung gibt es individuelle Hilfsmittel. Beispielsweise gibt es einen Spezialrollstuhl, der den Spieler in einer stehenden Position hält und ihm die nötige Mobilität auf dem Grün verschafft.

      Unter Rollstuhlhandball kann man sich leicht etwas vorstellen. Da das Spielen nur mit geringem Aufwand verbunden ist und es auch von Personen mit schwerer körperlicher Einschränkung praktiziert werden kann, spricht Rollstuhlhandball als Sportart sicherlich eine große Personengruppe an. Außerdem werden bei dieser Sportart die Schnelligkeit, die Koordination, die Beweglichkeit, die Kraft und die Ausdauer trainiert, welche für die Gesundheit von großer Bedeutung sind.

      Einige Regeländerungen wurden auch vorgenommen. Je nach Mannschaft und Grad der körperliche Einschränkung wird zum Beispiel die Größe des Spielfeldes, der Tore oder die Anzahl der Spieler angepasst. Für den Sport selbst kann man sich einen speziell dafür ausgerichteten Rollstuhl zulegen. Dieser bietet dem Spieler eine hohe Stabilität und verhindert das Umkippen beim Spielen.

      Da es aktuell tatsächlich noch kein nationalen Regeln gibt, orientieren sich Vereine meist an internationalen Regelwerken. Um trotzdem sobald wie möglich nach nationalen Richtlinien spielen zu können, arbeiten verschiedene Sportverbände gemeinsam an der Sache.

      Rollstuhlhockey ist genau wie sein frostiger Artgenosse Para-Eishockey eine sehr aktiongeladene, aufregende Sportart. Genau wie beim Eishockey werden die Personen auch hier nicht aufgrund ihres Handicaps in Gruppen unterteilt, jeder Spieler kann ungeachtet seiner Behinderung in einer Mannschaft mitspielen.

      Das besondere bei dieser Sportart ist, dass man zusammen mit uneingeschränkten Personen in einem Team spielt. Es gilt nämlich; mindestens die Hälfte der sechs aktiven Spieler müssen eine Einschränkung haben, dabei wird aber wie bereits erwähnt nicht auf den Grad der Behinderung geachtet.

      Gespielt wird mit fünf Feldspielern plus Torwart pro Team. Ein Spiel dauert 40 Minuten. Um zu spielen benötigt man einen kippfesten Sportrollstuhl und einen angepassten Hockeyschläger.

      Zunächst hört sich das ein wenig widersprüchlich an, da man für den Kampfsport eigentlich den ganzen Körper braucht. Das ist zunächst auch richtig, jedoch kann der Trainer das Training individuell anpassen, sodass die meisten Behinderungen berücksichtigt werden. Jeder, der Interesse an körperlicher Betätigung hat, kann mitmachen. Denn beim Kampfsport lernt man nicht nur das Verteidigen und Angreifen in Notsituationen, wie man zuerst meinen könnte. Da jeder Kampfsport den gesamten Körper in die Bewegungen einbezieht, werden vor allem Koordination, Beweglichkeit und die Wahrnehmung des eigenen Körpers geschult. Zur Ausübung benötigt man keine spezielle Ausrüstung, der normale Rollstuhl zum Beispiel reicht völlig aus.

      Das Kanufahren ist gerade für Rollstuhlfahrer sehr gut geeignet, da man die Beine bei dieser Disziplin wenig benutzt. Die Regeln beim Wettkampf sind dieselben wie bei der regulären Variante. Klassifiziert wird dabei nach der ICF (International Canoe Federation) in drei Kategorien mit   Berücksichtigung auf die Funktionseinschränkung der Arme, der Beine und des Rumpfes.

      Aber nicht nur im kompetitiven Bereich kann man Kanu fahren. Es eignet sich auch hervorragend als Freizeitsport, als Hobby oder als Tagesausflug.

      Beim Kartfahren sind die Unterschiede zu der herkömmlichen Variante sehr gering. Die Regeln sind dieselben und die Karts weisen auch nur kleine, auf die Behinderung angepasste Veränderungen auf. So gibt es zum Beispiel Karts, bei denen Bremse und Gas mit der Hand betätigt werden können.

      Bei diesem Sport können sich Behinderte und Nichtbehinderte gleichermaßen messen. Aber es muss nicht immer auf Wettkampf und gewinnen fokussiert sein. Als Hobby oder als Tagesaktivität eignet sich das Kartfahren ebenfalls sehr gut.

      Diese Sportart ist in der behindertengerechten Variante in Deutschland bisher eher weniger vertreten, sicherlich lohnt es sich jedoch, danach Ausschau zu halten.

      Durch spezielle Vorrichtungen wird es zum Beispiel Querschnittsgelähmten ermöglicht, auf dem Brett zu sitzen. So ist es auch ihnen möglich, mit Hilfe eines Schirmes über das Wasser zu gleiten.

      Auch Paraclimbing genannt vereint es Menschen mit verschiedensten Behinderungen unter einer gemeinsamen Leidenschaft. Geklettert wird wie gewohnt in Kletterhallen an künstlichen Kletterwänden oder in der Natur. In jedem Fall aber mit Sicherung.

      Klettern beansprucht nicht nur ein Großteil der Muskulatur zur selben Zeit, sondern verlangt auch von unserem Gehirn volle Konzentration und Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund ist das Klettern als Hobby und Freizeitaktivität auch sehr beliebt.

      Um die Athleten im kompetitiven Bereich fair vergleichen zu können werden sie in drei Hauptkategorien mit jeweils weiteren Unterkategorien unterteilt. Der Deutsche Alpenverein unterscheidet wie folgt:

      • Kategorie A: Amputierte und Sportler mit anderen physischen Einschränkungen
      • Kategorie B: Sehbehinderte
      • Kategorie C: Andere Arten von Behinderungen

      Der Begriff der Leichtathletik umfasst nicht nur im herkömmlichen Sinne, sondern auch für Menschen mit Einschränkungen viele verschiedene Sportarten. Speerwerfen und Kugelstoßen sind da nur zwei von vielen Beispielen.

      Die Einteilung in verschiedene Gruppen erfolgt zunächst nach der Form der Einschränkung, wie unter anderem:

      • Amputierte
      • Rollstuhlfahrer
      • Sehbehinderte
      • Sportler mit muskulären Einschränkungen

      Diese Gruppen werden ebenfalls in Unterkategorien unterteilt, um einen fairen Wettkampf zu ermöglichen.

      Aufgrund der vielen Bereiche, die Leichtathletik umfasst, lassen sich keine Konkreten Aussagen über etwaige Veränderungen der Regeln oder die benötigten Hilfsmittel treffen. Daher gilt; informiere dich, welche Sportarten es in deiner Nähe gibt, die dich interessieren.

      Die Regeln des Prellballs sind ähnlich den Regeln des Volleyballs; zwei Mannschaften stehen sich gegenüber und spielen sich einen Ball zu. Der Ball wird mit der Faust oder dem Unterarm gespielt. Nach spätestens drei Berührungen muss der Ball auf die andere Seite gespielt werden.

      Die auffälligsten Unterschiede zum Volleyball sind zum Beispiel das Netz, welches nur bis 40 cm über dem Boden aufgespannt ist, oder die Regel, dass der Ball zwischen jeder Berührung einmal auf dem Boden aufprallen muss.

      Die meisten dürften die sogenannten Handbikes schon einmal gesehen, oder zumindest mal von ihnen gehört haben. Um den Sport ausführen zu können braucht es lediglich ein solches Handbike. Dieses Gerät wird einfach vor den Rollstuhl gespannt. Daran befinden sich „Pedale“, die man mit den Händen betätigen kann. Es ist wie Fahrrad fahren, nur mit den Armen.

      Die Klassifizierung erfolgt in vier Kategorien; H1-H4. H1 ist für die Menschen mit großen Einschränkungen, während H4 die Leute mit einem geringen Handicap beherbergt. Diese Einteilung ist jedoch nur für den tatsächlichen Sport. Es ist vollkommen egal, in welcher Gruppe man ist, wenn man eine gemütliche Fahrradtour mit der Familie oder mit Freunden unternimmt.

      Es gibt viele verschiedene Variationen dieser Handbikes, jede auf einen anderen Zweck oder eine andere Behinderung zugeschnitten.

      Das Dressurreiten ist für Menschen mit einer Behinderung relativ einfach zugänglich. Die Reiter können, wie bei manchen anderen Sportarten auch, sowohl bei normalen Wettkämpfen, als auch bei speziellen Turnieren für Behinderte teilnehmen.

      Wie bei anderen Sportarten auch werden die Sportler auch hier in Klassen unterteilt, die sogenannten „Grades“. Grade I klassifiziert dabei die Reiter mit der schwersten Behinderung für die Ausübung des Reitens, Grad V hingegen sind aus der Sicht des Sportes relativ ausgleichbare Behinderungen in Kombination mit schweren Disziplinen.

      Die Beziehung zwischen Tier und Reiter ist über die Sportart hinaus auch noch ein Aspekt, den man nicht vernachlässigen sollte. Ein Pferd hat einen großen Einfluss auf Menschen, darunter auch einen enormen pädagogischen und psychologischen Wert.

      Rollstuhlrugby steht dem normalen Rugby in Sachen Aktion und Spannung in nichts nach. Die Spieler werden, ähnlich wie beim Basketball auf einer Skala von 0.5 bis 3.5 bewertet. Je schwerer die individuelle körperliche Einschränkung ist, desto niedriger der Wert. Je nach Regeln darf die Gesamtpunktezahl einer Mannschaft einen gewissen Wert nicht überschreiten. Nach internationalen Regeln darf das Team acht Punkte erreichen, nach nationalen Regeln nur sieben. Mit der niedrigeren Punktegrenze soll gewährleistet werden, dass auch schwer Behinderte Spieler fairere Chancen haben.

      Wie bei jedem aktionsreichen Sport wird Rugby mit einem speziellen Rollstuhl gespielt. Dieser ist robuster gebaut und wird individuell auf den Spieler angepasst.

      Schach ist zwar kein Sport im körperlichen Sinne, dafür fördert es den Geist. Das Blindenschach ermöglicht es, dass sich sehbehinderten Menschen untereinander und mit anderen zusammen im strategischen Denken messen können.

      Das Schachbrett und die Figuren wurden so angepasst, dass sie von den Spielern erfühlt werden können. So sind die weißen Felder tiefer als die schwarzen. Außerdem sind die schwarzen Figuren mit einer kleinen Kugel oder etwas Ähnlichem versehen, damit sie von den weißen unterschieden werden können. Zusätzlich werden die Figuren auf das Schachbrett gesteckt, sodass sie beim befühlen nicht versehentlich verrutschen können.

      Das Schießen von eingeschränkten und nicht eingeschränkten Personen unterscheidet sich recht wenig voneinander. Dieselben Anforderungen, wie etwa Konzentration spielen bei beiden Athleten eine große Rolle.

      Klassifiziert wird in drei Kategorien:

      • SH1: Beeinträchtigung wirkt sich nicht auf das Schießen aus
      • SH2: Beeinträchtigung der oberen Extremitäten. Der Schütze bekommt ein Hilfsmittel in Form von einem Ständer.
      • SH3: Blinde und Sehbehinderte.

      Diese Sportart ist für viele Menschen geeignet. Die Schwerelosigkeit im Wasser ermöglicht sportliche Erfahrungen, ohne speziell angefertigte Hilfsmittel oder andere Gerätschaften vorauszusetzen. Hier brauchst du nur deinen Körper und Badebekleidung.

      Eingeteilt wird auch hier nach Grad der Behinderung und der Disziplin, wobei gilt; je höher die Einstufung, desto niedriger der Grad der Einschränkung.

      • Freistil, Rücken und Delfin: S1-S10
      • Lagen: SM1-SM10
      • Brustschwimmen: SB1-SB9

      Natürlich gibt es auch hier je nach Disziplin verschiedene Regeln. Jedoch muss man nicht immer nach Richtlinien schwimmen. Man kann auch ganz einfach schwimmen, wie man möchte. Dazu kann man mit der Familie ins Schwimmbad gehen oder sich mit Freunden verabreden und einen entspannten Nachmittag im Schwimmbad genießen (vorausgesetzt es ist barrierefrei).

      Segeln macht Spaß und ist ein weitverbreiteter Freizeitsport. Auch für Behinderte ist die Sportart geeignet, da die Segelboote individuell an die Person angepasst werden kann.

      Auch im kompetitiven Bereich wird behindertengerechtes Segeln angeboten. Klassifiziert wird je nach Einschränkung über ein Punktesystem. Dabei darf die Gesamtpunktzahl je nach Boot einen bestimmten Wert nicht übersteigen.

      Sitzball ist für Menschen mit Einschränkungen im Bereich der unteren Extremitäten gedacht. Wie der Name schon vermuten lässt, wird das Spiel im Sitzen gespielt.

      Zwei Mannschaften mit jeweils fünf Spielern treten gegeneinander an. Die Fortbewegung findet hauptsächlich mit Hilfe der Arme statt. Um den Spielern das Vorankommen zu erleichtern gibt es spezielle Sitzballhosen.

      Aufgrund der sitzenden Position der Spieler wurde die Netzhöhe angepasst. Sie beträgt nun 105 cm für die Frauen und 115 cm für die Männern. Neben der Verkleinerung des Spielfeldes auf 6×10 m wurden außerdem die Spielzeit auf sieben Minuten je Halbzeit angepasst.

      Die restlichen Spielregeln sind den ursprünglichen Regeln sehr ähnlich; nach spätestens drei Pässen muss der Ball über das Netz gespielt werden. Eine Ausnahme ist, dass der Ball bei diesem Regelwerk einmal auf dem Boden aufkommen darf, nachdem er über das Netz gespielt wurde.

      Auch vom Rollstuhl aus lassen sich Ziele treffen. Beim Schießen wird, wie bei den meisten Sportarten klassifiziert: um möglichst ähnliche Bedingungen zu haben, wird in stehen und sitzen unterteilt. Zusätzlich können spezielle Schießständer bei einer Einschränkung der Arme oder Finger zur Hilfe gezogen werden.

      Die Sportart wird in verschiedene Disziplinen unterteilt, in denen man schießen kann, darunter Pistolen und Gewehre. Geschossen wird nach den Regeln des Internationalen Sportschieß-Verbandes ISSF, mit behindertengerechten Anpassungen.

      Mit dem Rollstuhl über die Tanzfläche düsen, das kann richtig gut aussehen. Auch der Tanzsport wurde in verschiedene Klassifizierungen an die Bedürfnisse von Behinderten angepasst. Unterteilt wird in die Tanzklassen:

      • Kombi-Tanzen: ein Tanzpartner mit Handicap tanzt zusammen mit einem Partner ohne
      • Duo-Tanzen: es tanzen zwei Rollstuhlfahrer zusammen
      • Formationstanzen: Vier oder mehr Paare tanzen miteinander. Die Konstellation der Paare ist wie beim Kombi-Tanzen
      • Solotanz: eine Person mit Behinderung zeigt allein ihr Können
      • Standarttänze: Hier werden Klassiker wie der langsame Walzer, der Wienerwalzer, Tango, Slowfox und Quickstepp getanzt
      • Lateintänze: Wie der Name vermuten lässt werden hier unteranderem Samba, Jazz, Rock’n’Roll und viele andere flotte Tänze getanzt.

      Tänzer werden in zwei Leistungsklassen unterteilt, LWD1 und LWD2. Bei ersterer handelt es sich um die Klasse, für die eingeschränkteren Personen, weshalb hier teilweise die Tanzgeschwindigkeit angepasst wird.

      Diese Sportart ist, wie schon das Schwimmen, für Menschen mit fast allen Behinderungen geeignet. Durch die Schwerelosigkeit des Wassers rückt die Einschränkung in den Hintergrund und es wird ein Gefühl der Freiheit erlebt. Dieses Erlebnis berührt die Taucher nicht selten auf einer sehr emotionalen Ebene. Zusätzlich bietet Tauchen sehr viel physische und psychische Vorteile, wie unter anderem das Trainieren der Koordination, Aufbau von Muskeln sowie ein erhöhtes Selbstvertrauen.

      Getaucht werden kann mit normaler Tauchausrüstung. Ab und zu muss diese angepasst werden; so bekommen Menschen mit eingeschränkter Beinbeweglichkeit beispielsweise spezielle Handschuhe, die als Flossenersatz dienen.

      Diese Sportart erfreut sich großer Beliebtheit. So ist es wenig verwunderlich, dass es auch eine behindertengerechte Anpassung für Tennis gibt, das Rollstuhltennis. Mitmachen kann jeder, der bei dieser Sportart auf den Rollstuhl angewiesen ist. Klassifiziert wird nach den individuellen Fähigkeiten der Person und nicht wie bei den meisten Sportarten nach dem Grad der Behinderung.

      Gespielt wird in drei verschiedenen Klassen; Damen, Herren und Quad. Letztere ist für Spieler, die an mindestens drei Extremitäten eingeschränkt sind. Diese Einteilung gilt auf nationaler, sowie auf internationaler Ebene.

      Falls man gefallen an diesem Sport findet, sollte man sich einen Tennisrollstuhl zulegen. Dieser bietet viele Vorteile gegenüber einem normalen Rollstuhl. Unteranderem verhindert er Stürze, ist sehr wendig und leicht gebaut. Anfangs kann man aber sicherlich einen Rollstuhl bei einem Verein ausleihen, bevor man sich ein solches Exemplar zulegt.

      Tischkicker sollte jedem ein Begriff sein. Es erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Die Tische sind außerdem so groß, dass Rollstuhlfahrer in der Regel an den Spielen teilnehmen können. Falls nicht gibt es auch Sonderanfertigungen, bei denen man den Tisch einfach tiefer legen kann.

      Der Abschnitt fokussiert sich aber eher auf die Möglichkeit, diesen Sport auch im Verein ausüben zu können. Hier hat man verschiedene Möglichkeiten. Aufgrund der Zugänglichkeit der Tischkicker können Versehrte und Unversehrte problemlos kompetitiv gegeneinander spielen.

      Dieser Sport lässt sich mit nur geringen Anpassungen von eingeschränkten Personen spielen. Eingeteilt wird in fünf Gruppen, drei für Paraplegiker und zwei für Tetraplegiker, um faire Voraussetzungen zu schaffen. Die Gruppen werden dabei in TT1-TT5 eingeteilt, wobei TT5 für die Menschen mit der geringsten Einschränkung ist. Gespielt wird auf normalen Tischtennisplatten, ohne irgendwelche weiteren Anpassungen.

      Auch Standing Volleyball genannt, um den Unterschied zum Sitzvolleyball klar zu kommunizieren. Die Spielregeln unterscheiden sich praktisch nicht vom Original; zwei Mannschaften Pritschen, Baggern und Schmettern sich gegenseitig den Ball über das Netz.

      Die Athleten werden in drei Klassen unterteilt:

      1. Geringfügige Behinderungen, die kaum oder keine Auswirkung auf das Spiel haben.
      2. Behinderungen mit größeren Einwirkungen auf das Spiel, wie stark verkürzte Beine.
      3. Spieler mit einer schweren Behinderung, beispielsweise einem amputierten Arm.

      Da diese Art von Volleyball aber von den Athleten im Stehen ausgeführt wird, ist es nicht unüblich, mit gemischten Teams zu spielen. Versehrte und Unversehrte spielen gemeinsam um den Sieg.

      Mit der richtigen Ausrüstung und einem Profi an der Seite steht auch dem Gleiten über Wasser nichts im Weg. Ob schnell oder gemütlich spielt dabei keine Rolle, Hauptsache es macht Spaß.

      Erkundige dich, ob diese Form von Wasserski in deiner Nähe angeboten wird. Die Ausrüstung kannst du meistens vor Ort ausleihen.

      WCMX, oder auch Wheelchairskating ist wohl der aufregendste und aktionreichste Sport für einen Rollstuhlfahrer. Hier rast man, wie auch beim normalen skateboarden Rampen runter und kann sich an Tricks versuchen. Hier gibt es keine bestimmten Regeln oder Voraussetzungen, jeder kann das machen, worauf er Lust hat. Auch eine Rampe oder eine Pipe sind nicht zwingend notwendig. Genau wie jeder andere Skater auch kannst du dir eine Location suchen, die dir gefällt und einfach drauflosfahren. Gemäß dem Motto: „the world is our playground“. Ein normaler Rollstuhl hält den Anforderungen zunächst auch problemlos stand, nur wenn es dann in Richtung Sprünge oder ähnlichen Tricks geht, solltest du dir einen geeigneten Rollstuhl mit Stahlrahmen und Federung besorgen.

      Wie die meisten Sportarten wurde auch der Wintersport behindertengerecht gemacht. Leidenschaftliche Skifahrer haben hier mehrere Optionen zur Verfügung: Monoski, Bi-Ski und der Langlaufschlitten.

      Monoski:

      Beim Monoski setzt sich der Fahrer in eine Schale, an der eine gefederter Carvingski befestigt ist. Der Sportler erhält zwei Armverlängerungen mit kleinem Ski am Ende befestigt, um das Gleichgewicht besser halten zu können.

      Geeignet ist diese Sportart für Menschen mit Einschränkungen in den unteren Extremitäten. Voraussetzen für das Fahren auf einem Ski ist unter Anderem Stabilität im Rumpf und funktionsfähige obere Extremitäten.

      Bi-Ski:

      Wie der Name schon vermuten lässt, hat der Fahrer bei dieser Variante zwei Skier unter sich. Der Vorteil dabei ist, dass die beiden Skier eine größere Stabilität gewähren. Auf Kosten der Stabilität verliert der Fahrer allerdings an Wendigkeit und ist deshalb auf eine Begleitperson angewiesen, die das Lenken übernimmt. Voraussetzung hierfür ist das aufrechte Sitzen aus eigener Kraft.

      Der Langlaufschlitten:

      Auch diese Sitzschale ist mit zwei Skiern ausgestattet, diesmal aber Langlaufskier. Mit zwei Skistöcken kann man nun die reguläre Loipe langfahren und sich ein wenig vom Alltag erholen.

      Ähnlich wie beim Monoski sind Rumpfstabilität und funktionierende obere Extremitäten vorteilhaft beim Ausüben dieses Sportes.

      Weitere Optionen sind zum Beispiel der Skibob. Darunter kann man sich ein Fahrrad vorstellen, nur dass die Räder durch Skier ersetzt wurden. Bereits erfahrene Sportler können sich auch am Snowboardfahren probieren, dies gilt jedoch als besonders anspruchsvoll.

      Klingt zunächst komisch, braucht man für Yoga nicht die Kontrolle über alle Teile seines Körpers? Die Antwort lautet natürlich NEIN. Kundalini Yoga zum Beispiel kann von fast allen Menschen mit allen Behinderungen praktiziert werden. Die einzige Voraussetzung ist, allein Atmen zu können. Jeder kann mitmachen und alles geben, was er oder sie kann. Hier geht es nicht um Wettbewerb, sondern darum, sich selbst und seinen Körper kennenzulernen.


      Man sieht, es gibt eine enorme Vielfalt an sportlichen Aktivitäten für Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen.

      Diese angepassten Sportarten werden von vielen verschiedenen Sportverbänden angeboten. Dieses Angebot ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Falls du eine Sportart gefunden hast, die dir besonders zusagt, kannst du unser Kartentool zur Suche von Sportvereinen oder Sportmöglichkeiten in deiner Umgebung nutzen, oder einfach im Internet nach entsprechenden Angeboten recherchieren.